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| Aus der Presse |
25.01.2007 Bio-Trend auf der Grünen Woche Die Biologische Landwirtschaft ist in diesem Jahr eines der Schwerpunkt-Themen der Grünen Woche in Berlin. Dies war ein Grund für Bio-Bauer Gerhard Steinbock und seine Frau Karin in die Hauptstadt zu kommen. Die beiden Helmsgrüner gehörten zu der insgesamt 46 Männer und Frauen zählenden Gruppe, die auf Initiative des Kreisbauernverbandes Saale-Orla gestern mit einem Bus zum Berliner Messegelände gefahren war.
"Wir sind hierher gekommen, um Ideen zu sammeln", sagte Karin Steinbock. Zusammen mit ihrem Mann suchte sie zuerst den Bereich mit den Bio-Themen in der Halle 6 auf. Seit dem Jahr 1999 war das vorher konventionell betriebene Agrar-Unternehmen in Helmsgrün auf die biologische Landwirtschaft umgestellt worden. Im Jahr 2002 war die Umwandlung abgeschlossen. "Ich bin mit der Entscheidung sehr zufrieden", betonte Gerhard Steinbock im Rückblick.
"Es ist schön, dass die Bio-Landwirtschaft mehr Interesse findet", sagte Karin Steinbock. Tatsächlich gab es einen regen Andrang an den unterschiedlichen Messe-Ständen, wo man von Bio-Backwaren über Käse und Wurst bis zum Wein viele Produkte finden konnte.
Doch nicht nur das: Besonders vom Anschauungsmaterial waren die Bio-Landwirte begeistert. Immerhin kommen pro Jahr 15 bis 20 Gruppen aus den Kindergärten oder Grundschulen des Bad Lobensteiner Oberlandes nach Helmsgrün zu einer Führung über den Bauernhof. "Wir machen das immer auf Anfrage", sagte Karin Steinbock, die sich über die begeisterten Reaktionen der Jungen und Mädchen freut. Gerhard Steinbock interessierte sich auf der Grünen Woche für homöopathische Medizin im Tierbereich. Allerdings waren Experten auf diesem Gebiet nicht vertreten. Dafür folgten die beiden Helmsgrüner interessiert einer Diskussion über die Entwicklung der Bio-Landwirtschaft, an der unter anderem die frühere nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen) teilgenommen hat.
"Die Grüne Woche ist vor allem eine Verbrauchermesse", sagte Gerald Hirsch aus Oettersdorf zu Beginn des Messebesuches. Als Selbstvermarktungsbetrieb war auch er auf der Suche nach neuen Ideen. Infomaterial und Malbücher sind für die unregelmäßig auf Besuch kommenden Schulklassen mitgenommen worden. "Dafür muss man ein Konzept haben. Das Material ist dafür hilfreich", sagte Gerald Hirsch. Umgesehen hatte sich Familie Hirsch auch am Stand mit der Räuchertechnik. "Wir haben uns für einen Ofen ein Messeangebot machen lassen", so Gerald Hirsch.
Leiterin der 46-köpfigen Gruppe aus dem Saale-Orla-Kreis war Uta Eberhardt. "Wir sind seit 1992 regelmäßig auf der Grünen Woche", sagte die Mitarbeiterin des Kreisbauernverbandes. Fast 400 natürliche Mitglieder gehören dem Kreisbauernverband an. Ein Teil davon ist bei den Landsenioren organisiert.
Uta Eberhardt hat sich persönlich für die Thematik nachwachsende Rohstoffe interessiert. "Wir haben selbst einen Holzbrennofen", sagte sie. Nach dem heftigen Sturm der Vorwoche muss im eigenen privaten Wald derzeit jede Menge Bruchholz aufgearbeitet werden. An Brennmaterial mangelt es also nicht.
Quelle: Ostthüringer Zeitung, Lokalausgabe Pößneck |
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